Mitwirkung

Die sogenannte Mitwirkungsklausel beschreibt eine Einschränkung des Leistungsanspruchs bei bestehenden Vorerkrankungen und Gebrechen. Die Klausel tritt nur dann in Kraft, wenn diese Erkrankungen oder Gebrechen mitursächlich waren, also zur Entstehung des Unfalls beigetragen haben. Diese haben im Sinne der Unfallversicherung ebenso mitgewirkt, wenn sie an dem Ausmaß der Folgen beteiligt waren. Hat beispielsweise eine Person mit schwerem Übergewicht (Adipositas) eine Knochenfraktur erlitten, so hat dieser gesundheitliche und unfallfremde Faktor schadenauslösend mitgewirkt.

Das Maß dieser Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen bei der Verursachung eines Unfalls und der Schwere seiner Folgen wird von einem Gutachter in Form eines Prozentwerts bestimmt. Der Versicherer zieht den Grad der Mitwirkung vom Invaliditätsgrad ab. So wird ein Invaliditätsgrad von bspw. 60% bei einer 25%-igen Mitwirkung durch eine Vorerkrankung auf 45% gesenkt. Aufgrund der Progression ist die Leistungseinbuße bei der versicherten Person damit meist höher als die in diesem Beispiel genannten nominalen 25%.

Viele Versicherer gehen dazu über, Mitwirkungen bis zu einem bestimmten Grad nicht mehr leistungsmindernd einzubeziehen. Manche Versicherer verzichten sogar bis 50% oder bei sehr hohen Invaliditätsgraden ganz auf eine Leistungsminderung.

Den Mitwirkungsgrad können Sie bei den Tarifdetails eines Produktes im Versicherungsvergleich Unfallversicherung auf durchblicker sehen.

Weiterführende Informationen:


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