Herbst, Sonne, Sonnenschein oder: Die versteckte Gefahr beim Autofahren

Verfasst am 23.09.2013


Schön langsam können wir es nicht mehr verleugnen: Die Tage werden kürzer und kühler, die Bäume verlieren wieder ihre Blätter. Der Herbst kommt großen Schrittes näher, und ehe wir uns versehen, wird er auch bei uns in Österreich angekommen.

Sonnenuntergang_svedoliver_istockphoto

So wunderbar die letzten Sonnenstrahlen auch sein mögen, für Autofahrer bedeutet die tiefstehende Sonne ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential. Bereits eine Sekunde Blendung reicht aus, um bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h unglaubliche 14 Meter quasi blind zu fahren, bei Tempo 130 legt man sogar 36 Meter ohne ausreichende Sicht zurück.

Wir haben uns für Sie auf die Suche gemacht, und herausgefunden, wie Sie sich gegen Blindflug während der Fahrt optimal schützen können. Außerdem klären wir auf wie Sie sich, sollten Sie tatsächlich geblendet werden, richtig verhalten können.

Ein wenig Vorbereitung schadet nie

Sollten Sie bereits vorab mit schlechten Sichtverhältnissen rechnen, können Sie schon vor Fahrtantritt Ihr Auto dementsprechend vorbereiten. Besonders zu Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten ist mit einer Einschränkung der Sicht zu rechnen.
Putzen Sie die Scheiben regelmäßig und gründlich. Vergessen Sie nicht, das Glas sowohl außen als auch innen zu reinigen! Zusätzlich können Sie ein die Scheibenwischanlage Reinigungszusätze einfüllen. Tauschen Sie außerdem regelmäßig die Wischerblätter aus, denn wenn diese bereits Verschleißspuren aufweisen, dann wird die Verwendung der Scheibenwischanlage im Fall einer Blendung die Sicht nur verschlechtern!

Richtiges Verhalten während der Autofahrt

Wenn die Sonne tiefsteht, so gilt es, eine Sonnenbrille griffbereit zu haben. Zur Sicherheit können Sie ja eine Zweitbrille im Fahrzeug lassen, auf die können Sie dann jederzeit zurückgreifen.
Klappen Sie die Sonnenblenden herunter und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand. Schauen Sie nicht direkt in Richtung der Sonne sondern versuchen Sie, Ihren Blick auf der Fahrbahn zu halten. Reduzieren Sie außerdem die Geschwindigkeit. Sind Sie im Stadtverkehr unterwegs, so sollten Sie in der Nähe von Zebrastreifen, Schulen beziehungsweise Sport- oder Freizeiteinrichtungen sowie bei Fußgängerampeln und in Wohnstraßen besonders aufmerksam und vorsichtig fahren. Denn auch wenn es bewölkt ist, kann sich das Wetter jederzeit ändern und plötzlich nimmt Ihnen völlig unerwartet ein blendender Sonnenstrahl die Sicht. In Situationen denen ein hohes Risiko, dass die Sicht sich plötzlich verändert, innewohnt, kann außerdem versucht werden, sämtliche Ablenkungen vom Fahrenden fernzuhalten. Am besten schauen Sie also bereits vorab, ob das Navigationsgerät richtig eingeschalten ist, hören nur leise oder eben gar nicht Musik und lassen Sie sich auch nicht vom Handy ablenken!
Doch nicht nur Sie selbst, natürlich sind auch andere Verkehrsteilnehmer durch schlechte Lichtverhältnisse gefährdet. Daher stellt das Aussteigen aus einem Fahrzeug auch immer ein gewisses Gefahrenpotential dar: Schauen Sie selbst immer zur Sicherheit in den Rückspiegel, bevor Sie das Fahrzeug verlassen und weisen Sie auch gegebenenfalls Mitfahrende darauf hin, besonders vorsichtig zu sein. Sollten Sie merken, dass die Sonne hinter Ihnen scheint, sollten Sie daran denken, dass diese Tatsache zur Blendung des Gegenverkehrs führen kann. Fahren Sie also auch in solch einer Situation besonders vorsichtig!

Sollte tatsächlich der schlimmste aller denkbaren Fälle eintreten, und Sie werden so stark geblendet, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken ist, so haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten: Erstens empfiehlt es sich, zu versuchen, auf eine Seitenstraße auszuweichen. Sollte dies nicht möglich sein, kann eine Fahrtpause die Situation rascher als Sie denken entspannen.
Sollten Sie wirklich anhalten müssen, schauen Sie kurz in den Himmel und Sie werden sofort merken: der Ärger ist schnell verschwunden, wenn man den schönen Himmel und die Lichtspiele der tiefstehende Sonne einfach einmal spontan beobachten kann.

Foto: svedoliver – istockphoto.com


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